Acht von zehn österreichischen Haushalten besitzen einen Laptop oder ein Notebook. Auch aus Büros sind die digitalen Helfer nicht mehr wegzudenken. Aber in Handwerksberufen wie Installations- und Gebäudetechnik – und erst recht auf der Baustelle?! Nun, die Digitalisierung macht auch vor diesem Berufszweig nicht halt, zumindest das Smartphone ist daher fast unentbehrlich geworden. Bei größeren Geräten heißt es dagegen: Ja, aber …
Ernährung umgestellt: Die Kekse stehen jetzt links vom Laptop!
Wo Handwerker elektronische Geräte brauchen
Warum geht es im Installateur-Beruf nicht mehr ohne Elektronik? Nun, zunächst: Der Job eines Installateurs bzw. einer Installateurin findet nicht nur auf der Baustelle statt. Es gibt auch hier ein administratives Rundherum: Buchhaltung, Projekt- und Ressourcenplanung, Mail-Austausch mit Kund:innen oder Lieferant:innen usw. All diese Aufgaben sind ohne digitale Hilfsmittel mittlerweile undenkbar.
Wer die lästigen Bürotätigkeiten schnell erledigt, kommt rascher raus zur „eigentlichen Arbeit“. Doch auch dort liegen die technischen Tools voll im Trend. BIM zum Beispiel, die Software, mit der Planung, Projektstatus und die nächsten Arbeitsschritte grafisch zusammengeführt werden. Oder, noch besser, Augmented Reality: Rauf mit der AR-Brille, und schon sieht man die Baustelle mit ganz anderen Augen.
Nicht zu vergessen ist die Dokumentation. Der eigene Chef will manchmal wissen, was man tut, die Kund:innen sowieso und vielleicht auch andere Handwerker:innen, die nach dir auf der Baustelle ihre Arbeiten erledigen sollen. Und wenn dein Betrieb auf Social Media präsent ist, macht sich ein Foto oder Kurzvideo dort ebenfalls gut.
Der Laptop ist echt immer praktikabel
Speziell dann, wenn es um die Optik geht, macht ein Gerät mit großem Display natürlich mehr her als ein kleines, feines Smartphone. Doch praktikabel ist so ein großes Ding nicht immer. Denn ein Baustellen-Overall kann viel, das Handy passt locker in die Hosentasche. Aber schon beim Tablet wird’s (mehr als) eng, und das Notebook ist eine „Mission Impossible“. Zumal es am Bau auch Sicherheitsvorschriften gibt: Viele handwerklichen Arbeiten darf man gar nicht einhändig oder mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit erledigen.
Das bedeutet nicht, dass Laptop & Co. auf der Baustelle gar nichts verloren haben. Man sollte sie aber vernünftig einsetzen und auch berücksichtigen: Manchmal kann es bei handwerklichen Tätigkeiten ganz schön wild zugehen. Das heißt, dass die Geräte besonders robust sein müssen, natürlich wasserdicht (Installateur:in und so 😉) und schmutzresistenter als herkömmliche Produkte. Und auch die Laptop-Tasche sollte nicht von der Stange sein.
Deine Ideen sind gefragt
Du hast das Gefühl, dass der Installateur-Beruf immer digitaler wird? Das ist tatsächlich so, doch nun bist du am Zug. Junge Menschen wie du sind in den HSH-Betrieben nicht nur als frische Arbeitskräfte gefragt, sondern auch als Ideengeber in Sachen Digitalisierung. Du hast sicher Ideen, welche Geräte gerade „in“ sind, welche Apps es gibt und wie man die neueste Technik auch in einem Handwerksunternehmen sinnvoll einsetzen kann. Wir sind gespannt und freuen uns auf deine Bewerbung.
Wir haben es auf „Jobs der Zukunft“ schon oft geschildert: Die Job-Wahl kann eine Lebensentscheidung sein. Dann nämlich, wenn du beim Schnuppern schon merkst, dass du in dieser Branche genau richtig bist, in der Ausbildung viel lernst und nach der Lehre im Beruf voll aufgehst. Doch was tun, wenn all das nicht der Fall ist? Ein Neustart während der Lehre oder gar schon mitten im Berufsleben erfordert Mut. Doch manchmal lohnt sich der Wechsel … und manchmal ist er sogar unvermeidlich.
Der innere Schweinehund namens Angst
Eigentlich wäre die Sache ja ganz einfach: Plan A hat sich nicht bewährt, also her mit Plan B. Doch der gleiche innere Schweinehund, der es vielen von uns schwer macht, Entscheidungen zu treffen, hält uns auch davon ab, Entscheidungen zu ändern. Der Schweinhund heißt Angst. Angst beispielsweise davor, dass sich dein neuer Weg als Irrweg herausstellt. Oder Angst davor, was andere denken könnten – weder willst du diejenigen bestätigen, die dir von deiner Ausbildungswahl abgeraten haben, noch die enttäuschen, die hinter dir gestanden sind. Und dann sind da vielleicht noch du selbst und dein Stolz: Du willst Dinge, die du begonnen und in die du Zeit investiert hast, auch zu Ende bringen. Koste es, was es wolle.
If you change nothing, nothing will change!
Du merkst, dass dich Angst und Stolz schlecht beraten. Aber was tun? Der einfachste Tipp: Hör auf deinen Bauch. Wenn du dich in deinem Job absolut unwohl fühlst, was hast du noch zu verlieren? Wie sieht der „Worst-Wechsel-Case“ aus? Dass es auch im neuen Berufsfeld so wird, wie es im alten ist. Na dann …
Wann ist es Zeit, dich zu verändern?
Natürlich solltest du nicht Hals über Kopf raus aus deinem alten Job. Eine neue Ausbildungsstelle solltest du schon haben – und eine Idee, was dich dort erwartet, auch. Doch es gibt einige untrügliche Zeichen, dass es Zeit ist, dich auf die Suche zu machen. Fünf Beispiele:
1. Du kommst morgens kaum aus dem Bett
Jeden Morgen das gleiche Spiel: Das erste Läuten des Weckers ist ein Graus. Du drückst auf die Schlummertaste – zweimal, dreimal, viermal. Am liebsten ein fünftes Mal, wenn du an den bevorstehenden Arbeitstag denkst. Und am Montag auch gerne sechsmal ... denn du hasst Montage.
2. Nach der Arbeit bist du komplett ausgelaugt
Deine Freunde wollen mit dir nach der Arbeit noch etwas unternehmen. Doch deine Energie reicht gerade noch, um daheim auf die Couch zu fallen und eine Serie auf Netflix zu streamen. Aber bitte keine anspruchsvolle, denn mehr als berieseln lassen ist nicht mehr drinnen.
3. Auch am Wochenende drehen sich deine Gedanken um den Job
Endlich Wochenende. Also endlich Zeit für Freunde, Familie, Hobbies. Jedoch: Statt den Kopf freizukriegen, drehen sich deine Gedanken nach wie vor um die Arbeit. Nicht im positiven Sinn, denn ob beim Verwandtschaftstreffen oder im Freizeitpark, immer sprichst du über den Job. Besser gesagt: Du beschwerst dich über den Job.
4. Lob und Kritik lassen dich kalt
Menschen, die in ihren Jobs aufgehen, freuen sich über Lob. Sie interessieren sich für die langfristigen strategischen Pläne ihrer Firma und nehmen es sich zu Herzen, wenn ein Vorgesetzter oder Kunde unzufrieden ist. Dich lässt das alles kalt, denn innerlich hast du schon längst gekündigt.
5. Deine Arbeit macht dich krank
Es ist sonderbar: Als Kind und in der Schulzeit warst du fast nie krank. Aber nun? Ein steifer Nacken, Kopfschmerzen, hartnäckige Erkältungen und und und. Das alles ist kein Wunder, denn wenn man im Job unglücklich ist, macht auch das Immunsystem irgendwann schlapp.
Auch fürs Wechseln gibt es Regeln
Die Entscheidung ist also gefallen, du willst dein Glück in einem neuen Berufsfeld versuchen. Schön und gut, aber auch jetzt kannst du dich nicht von einem Tag auf den anderen Tag verabschieden. Immerhin hast du einen Ausbildungsvertrag unterschrieben, den es zu kündigen gilt. Wann und wie das möglich ist, geht aus der Vereinbarung hervor, meist kannst du das Ausbildungsverhältnis aber zum Ende eines Lehrjahres mit einmonatiger Kündigungsfrist auflösen. Wenn es schneller gehen soll, musst du dich mit deinem Lehrbetrieb auf eine einvernehmliche Kündigung eignen.
... und nun?
Bleibt nur noch die Frage, wie du eine solche Situation vermeidest und den richtigen Job findest. Zunächst gilt auch hier: Nichts überstürzen! Viele Stellen beraten dich über Ausbildungs- und Karrierewege. Außerdem macht in diesem Fall auch Dr. Google schlau, denn so findest du zum Beispiel unsere Seite und damit jede Menge Infos über den Installateur-Beruf.
Klick dich gerne mal durch und erkundige dich über Ausbildungswege, Tätigkeit, Stellenangebote und vor allem darüber, warum Installateur:in ein grüner „Job der Zukunft“ ist. 🍀
Viele Jahre galt die Lehre nur als „Plan B“. Für die meisten Eltern war klar: Mein Kind geht mal aufs Gymnasium … und dann studieren … und dann, tja, schauen wir weiter. Diese Einstellung färbte auch auf die Kids ab, die Lehrberufe mit harter Arbeit für wenig Geld verbanden. Dass sich das Bild entscheidend gewandelt hat, dafür sind auch prominente Persönlichkeiten verantwortlich, die mit Lehre Karriere gemacht haben.
Genau genommen gibt es zwei Formen der Karriere mit Lehre. Die einen schließen ihre Berufsausbildung ab und werden anschließend in ganz anderer Rolle bekannt. Die anderen bleiben ihrem Metier treu und feiern hier große Erfolge. Wir präsentieren in diesem Blog-Beitrag Beispiele für beide Varianten.
Bestimme an der Karriere-Kreuzung selbst, wo's langgeht!
Erst die Lehre, dann der Ruhm
1. Heiner Lauterbach
Auch wenn dir der Name nicht sofort etwas sagt, du kennst Heiner Lauterbach bestimmt. Entweder als preisgekrönten Schauspieler, der an über 100 Kino- und Fernsehproduktionen mitgewirkt hat. Oder als Synchronsprecher, der unter anderem Kevin Costner und John Malkovich seine Stimme geliehen hat. Doch er hat auch eine Lehre gemacht und als Installateur ein zweites Standbein.
2. Hermann Maier
Zwei Olympiasiege, drei WM-Goldmedaillen, vier Gesamtweltcup-Triumphe und 54 Weltcup-Einzelsiege hat Hermann Maier in seiner aktiven Skikarriere verbucht. Als schmächtiger Jugendlicher mit chronischen Knieproblemen deutete allerdings noch nichts auf diese Erfolgsserie hin. Wegen Perspektivlosigkeit flog er zwischendurch aus allen ÖSV-Kadern und absolvierte eine Lehre zum Maurer. „Die richtige Entscheidung“, sagte er später in einem Interview.
3. Klaas Heufer-Umlauf
Wenn er von seinem Showpartner Joko Winterscheidt nicht gerade auf eine gefährliche Mission geschickt wird, ist TV-Star Klaas Heufer-Umlauf immer perfekt gestylt. Kein Wunder, denn der Entertainer ist gelernter Friseur und hat auch als Maskenbildner gearbeitet. Seit 2005 steht er vor der Kamera und wurde seitdem mit zahlreichen Comedy- und Fernsehpreisen prämiert.
Mit der Lehre zum Erfolg
1. Jamie Oliver
In gewisser Weise ist der Brite eine Mischung aus Typ A und Typ B. Denn ja, er hat tatsächlich eine klassische Karriere als Koch hinter sich, von der Arbeit im Pub seines Vaters bis zur Hauswirtschaftsschule mit Küchen-Ausbildung. Dass er bei seiner Arbeit seit 1999 gefilmt wird, zahlreiche erfolgreiche Kochbücher veröffentlicht hat und Millionen Menschen auf der ganzen Welt seine Gerichte nachkochen, unterscheidet ihn allerdings von seinen Berufskolleg:innen.
2. Günther Fielmann
„Brille? Fielmann!“ Der Slogan ist für Firmengründer Günther Fielmann Programm, denn er machte – wie sollte es anders sein – eine Lehre zum Optiker. Heute ist Fielmann, übrigens selbst Brillenträger, für 22.631 Mitarbeiter:innen verantwortlich. Sein Unternehmen gilt mit einem Jahresumsatz von 2 Milliarden Euro als Marktführer in Europa.
3. Herbert Wahlmüller
Na gut, ganz so bekannt wie einige der anderen Genannten ist der Oberösterreicher nicht. Doch aufmerksame Leser:innen unseres Blogs kennen ihn, schließlich hat er in einem Interview mit „Jobs der Zukunft“ geschildert, wie er vom Installateur-Lehrling mit beharrlicher Arbeit zum Geschäftsführer aufgestiegen ist. Das Gespräch könnt ihr hier nachlesen.
Es gibt mehr als eine Karriereleiter
Unsere Beispiele zeigen: Es gibt nicht DAS einzig wahre Erfolgsrezept. Einige studieren und haben damit Erfolg, andere absolvieren eine Lehre und wieder andere (auch das geht heutzutage!) machen beides. Manche bleiben ihrem Beruf treu und arbeiten sich hoch, manche entdecken ihre verborgenen Talente. So oder so: Karriere machen beinhaltet das Wort „machen“ – denn ganz ohne geht es garantiert nicht.
Auch du kannst etwas machen, eine Lehre zum Installateur bzw. zur Installateurin nämlich – dazu hätten wir noch einige weitere Tipps und auch gleich die passenden Job-Angebote.
300.000 Jahre vor unserer Zeit: Die ersten modernen Menschen bevölkern die Erde. Irgendwo sitzen einige von ihnen an einem Lagerfeuer. Die Gruppe nutzt die Flammen doppelt – um Fleisch zu kochen, aber auch als Wärmequelle. Einer wirft noch ein trockenes Holzstück in das Feuer. Die „Holzheizung“ war geboren.
Manches ist heute noch genauso wie früher: Holz ist und bleibt einer der wichtigsten Brennstoffe. Die Holzheizung dagegen hat sich entscheidend weiterentwickelt. So sehr, dass es schon gut ausgebildete Installateurinnen oder Installateure braucht, um die Geräte anzuschließen und zum Laufen zu bringen. Doch diese Kunst ist erlernbar – auch du kannst das. 😊
Heizen mit Holz – seit 300.000 Jahren bewährt!
Wie funktionieren Holzheizungen?
Ist die Holzheizung eher ein Steinzeit-Relikt oder ein Hoffnungsträger auf dem Weg in eine nachhaltige Heiz-Zukunft? Zunächst: Holzheizung ist nicht gleich Holzheizung. Es macht einen großen Unterschied, ob wir vom Kachelofen im Wohnzimmer sprechen oder von der Zentralheizung im Keller. Auch gibt es mehrere Formen des Brennstoffs: das gute, alte Scheitholz, gepresste Holzbriketts, Pellets und Hackgut. Zählt man noch mit Biomasse erzeugte Fernwärme dazu, werden aktuell rund 40 Prozent der Raumwärme in Österreich mit Holz und Holzprodukten erzeugt. So viel zum Thema „Relikt“.
Die Zentralheizung mit Holz funktioniert entweder mit einem Holzbrennkessel, in dem die Brennwärme direkt zum Heizen genutzt wird, oder mit einem Vergaserkessel. Hier wird das beim Verbrennen des Holzes entstehende Gas in eine zweite Kammer geleitet und brennt dort nach.
Wie effizient sind Holzheizungen?
Öl- und Gasheizungen sollen schon in wenigen Jahrzehnten von der Bildfläche verschwinden – doch kann Holz die fossilen Energieträger ersetzen? Durchaus, wie ein Vergleich zeigt. Der Wirkungsgrad von Holzheizungen (Verhältnis von aufgewandter und nutzbarer Energie) liegt bei etwa 90 Prozent, Öl und Gas kommen auf 80 bis 100, wir bewegen uns also genau in der Mitte. Zudem ist das Heizen mit Holz unter dem Strich preisgünstiger. Die etwas höheren Anschaffungskosten für eine Holzheizung gleichen sich durch die geringeren Betriebskosten nach einigen Jahren aus, insbesondere beim Heizen mit Pellets und Hackschnitzeln.
Wie nachhaltig sind Holzheizungen?
Doch ist Holz wirklich so nachhaltig wie sein Ruf? Ja und nein. Wichtig ist zunächst, dass das Brennholz aus der Region kommt, damit die Transportwege kurz bleiben. Idealerweise stammt es sogar aus nachhaltiger Bewirtschaftung, also aus Wäldern, in denen nur so viel Holz gefällt wird wie nachwächst. Denn man darf nicht vergessen: Der Rohstoff regeneriert zwar, aber sehr langsam.
Dafür gilt Holz als CO2-neutral, weil bei der Verbrennung nur etwa so viele Treibhausgase freigesetzt werden, wie es davor aufnimmt und in Sauerstoff umwandelt. Ein kleines Minus sind die hohen Feinstaubemissionen, doch dafür gibt es mittlerweile gut funktionierende Filter. Du kannst also durchatmen. 😉
Holzheizungen sind ein Teil der Klimawende
Unterm Strich ist die Holzheizung ein Teil der Lösung, wenn es um die heizungstechnische Klimawende geht. Ein besonders heißer Tipp ist es, sie mit anderen Heizformen wie Wärmepumpen oder Solarthermie zu kombinieren. Dann braucht man nämlich auch weniger Lagerplatz für Pellets & Co.
Fehlt also nur noch jemand, der neue Holzheizungen installieren kann. Wie wäre es zum Beispiel mit dir? Als Installateur:in wirst du gemeinsam mit vielen Berufskolleg:innen zum Klimaretter bzw. zur Klimaretterin und ebnest den Weg in eine nachhaltige Zukunft. Klingt irgendwie cool (besser gesagt: hot)? Dann wirf doch gleich einen Blick auf unsere aktuellen Ausbildungsangebote. Die Lehre dauert nur drei bis vier Jahre, und schon kannst du mittendrin in deinem Job der Zukunft.
Wir haben in unserem Blog schon viele spannende Menschen kennengelernt. Gabriel Senn zum Beispiel, der im Installateur-Beruf seine Berufung gefunden hat und mit 27 bereits Firmenchef wurde. Oder Herbert Wahlmüller, der in seinem Lehrbetrieb mittlerweile Geschäftsführer ist. Grund genug, uns zu fragen: Welche Eigenschaften machen Menschen eigentlich erfolgreich – im Berufsleben generell und speziell als Installateur:in?
Karriere mit Löhre – so machen's Installatöre!
Das Erfolgsmuster im Installateur-Beruf
Wir haben uns die Karrierewege von Gabriel Senn und Herbert Wahlmüller, aber auch von vielen Persönlichkeiten aus anderen Gesellschaftsbereichen angesehen und dabei durchaus Muster entdeckt. Zusammengefasst gibt es sieben Voraussetzungen, um so richtig durchzustarten.
1. Lern die Basics
Kein:e Meister:in fällt vom Himmel, auch nicht im Installateur-Beruf. Zunächst ist mal lernen angesagt. Wie montiere ich eine neue Heizung? Was ist beim Verlegen von Rohrleitungen zu beachten? Mit welchen Werkzeugen installiere ich eine Wärmepumpe? Diese und viele weitere Fragen solltest du nach deiner Lehrzeit im Schlaf beantworten können. Es ist ungefähr so wie mit dem Ballstoppen am Fußballplatz: Nur wer die Basics perfekt beherrscht, hat das Zeug zum Profi.
2. Organisiere dein Leben
Nur Popstars, Hollywood-Größen und Top-Manager:innen haben Helfer:innen, die ihr ganzes Leben organisieren. Du musst das selbst können. Wenn du Aufgaben und Termine nicht zu hundert Prozent im Kopf hast, schreib sie lieber auf. Der gute, alte Terminkalender und die To-do-Liste sind noch lange nicht out. Wenn du Papier „cringe“ findest, nimm gerne dein Smartphone. 😉
3. Man trifft sich immer zweimal
Sei nett zu Menschen! Und zwar ganz egal, ob Kolleg:innen, Kund:innen oder Leute, mit denen du nichts zu tun hast. Man trifft sich nämlich immer mindestens zweimal im Leben und könnte von dem positiven Eindruck, den man heute macht, schon morgen profitiert. Abgesehen davon, dass Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft ohnehin selbstverständlich sein sollten – nicht nur im Installateur-Beruf.
4. Sei offen für Neues
„Kenn i nid, brauch i nid, måg i måg i måg i nid“ lautet ein (ironischer) Liedtext einer Salzburger Band. Der „Ignorantenplattler“, so der Song-Titel, sollte nicht dein Lebensmotto sein, wenn du als Installateur:in Karriere machen willst. Denn hier lernt man, wie uns Gabriel Senn in seinem Interview verraten hat, nie aus … und jetzt kommt auch noch die Digitalisierung dazu. Sei also immer offen für Neues und nutze gerne die vielen Weiterbildungsmöglichkeiten für Installations- und Gebäudetechniker:innen.
5. Glaub an dich
Was verbindet eigentlich alle erfolgreichen Menschen im Showgeschäft und in der Berufswelt? Am ehesten wohl ihr unerschütterliches Selbstvertrauen. Auch für dich gilt: Glaub an dich und deine Fähigkeiten! Allerdings, das wollen wir nicht unerwähnt lassen, sind erfolgreiche Installateur:innen auch reflektiert und in der Lage, ihre Arbeit zu hinterfragen.
6. Ohne Fleiß kein Preis
Jetzt wird’s richtig kompliziert. Wer nur arbeitet und sich gar kein Privatleben gönnt, kann zwar trotzdem erfolgreich werden, den Erfolg aber nicht genießen. Und das Burnout ist immer in Griffweite. ABER: Ganz ohne Einsatz gelingt die Karriere auch nicht. Manche sprechen hier von der „Extrameile“, die man gehen muss. Sie ist auch im Installateur-Beruf die Voraussetzung für den ganz großen Durchbruch.
7. Teamwork makes the Dream work
Teamfähigkeit ist für Installateur:innen ein absolutes Muss. Das beginnt bereits in der Lehrzeit, in der du durch die Zusammenarbeit mit älteren Kolleginnen und Kollegen viel lernen kannst. Später müsst ihr gemeinsam schwere Lasten heben, Rohre verschrauben oder Teile für das neue Heizsystem in den Keller schaffen. Und irgendwann bildest du vielleicht selbst Lehrlinge aus und trägst als Geschäftsführer:in die Verantwortung für dein Team. Als Einzelkämpfer:in kommst du so gesehen nicht weit.
Die erste Sprosse auf der Karriereleiter
Bist du ein freundlicher und fleißiger Teamplayer, der gerne lernt – am besten ein Leben lang – und selbstbewusst seine To-do-Liste abarbeitet? Dann steht deiner Installateur-Karriere ja nichts mehr im Weg. Wobei: Vor den letzten Schritt musst du mal den ersten machen. Sieh dir also gleich mal die aktuellen Jobangebote der HSH-Installatöre an. Bestimmt ist auch eine Lehrstelle in deiner Gegend dabei.
Wir verschlafen rund ein Drittel unseres Lebens. Bleiben also noch 16 Stunden pro Tag für Arbeit und Freizeit. Nicht viel Zeit, wenn man beides unter einen Hut bringen will. Trotzdem ist die Work-Life-Balance wichtig – und machbar. Wir haben fünf Ideen parat, wie du deine Zeit optimal managst, damit weder Arbeit noch Freizeit zu kurz kommen.
Work-Life-Balance ist kein Zustand – sie ist eine Entscheidung!
Zu viel Arbeit, zu viel Freizeit – beides ist ungesund
Einige von euch schütteln bei diesem Blog-Thema sicher den Kopf, denn es gibt noch immer den „Workaholic“, der in seiner Arbeit komplett aufgeht und dafür gerne Freizeit und soziale Kontakte opfert. Doch Vorsicht: Diese unausgewogene Work-Life-Balance wirkt sich früher oder später auf Körper und Geist aus. Man schläft zunächst schlechter, wird dann öfter krank und letztlich komplett unproduktiv.
Umgekehrt ist auch zu viel Freizeit ungesund. Es gibt nämlich vier wesentliche Lebensbereiche – Arbeit ist einer davon. Auch Selbstverwirklichung spielt eine Rolle, die durch einen sinnerfüllten Job hergestellt werden kann. Dazu kommen Gesundheit und Fitness sowie soziale Kontakte. Wie man hier den goldenen Mittelweg findet? Hier sind unsere Tipps …
So findest du die perfekte Balance
1. Planung ist King
In der Arbeit hast du eine Reihe von Aufgaben, in der Freizeit eine Reihe von Dingen, die du gerne machen möchtest. Beides gehört geplant. Das beginnt mit der klassischen To-do-Liste. Im zweiten Schritt stellt sich die Frage: Was muss gleich erledigt werden, was kann warten? Und im dritten musst du dir darüber klar werden, was dir besonders wichtig ist. Mach auf dieser Basis konkrete Pläne und zieh sie möglichst durch, lass aber von vornherein ein paar Time-Spots offen, damit du flexibel bleibst.
2. Keep it simple
Nach einem langen Arbeitstag – man kennt es ja noch aus der Schule – ist es schwierig, sich noch aufzuraffen und etwas zu unternehmen. Damit du es trotzdem schaffst, gilt das Motto „Keep it simple“. Einerseits bedeutet das, dass man sich nicht zu viel auf einmal vornehmen soll, andererseits sollte das, was man sich vornimmt, relativ leicht umzusetzen sein. Beispiel: Zu einer Laufrunde vor der Haustüre motiviert man sich am Abend leichter als zu einer Session im 30 Minuten entfernten Fitnessstudio.
3. Sag auch mal Nein
Wer Arbeit und Freizeit in Einklang bringen will, sollte sich in keinem der beiden Bereiche überlastet fühlen. Dazu gehört es, auch mal Nein sagen zu können. Das gilt im Beruf, wenn dich dein Chef mit noch einer Aufgabe betrauen will, obwohl dein Überstunden-Konto schon prall gefüllt ist. Es gilt aber genauso im Privatleben: Viele Hobbys und viele Freunde bedeuten viele Termine – aber du kannst nicht an drei Orten gleichzeitig sein.
4. Lass die Arbeit in der Arbeit
Rituale helfen dir, dein Leben zu strukturieren. Mit einem dieser Rituale sollest du deinen Arbeitstag abschließen und in die Freizeit übergehen. Work-Life-Balance funktioniert nämlich nur, wenn du die Arbeit nicht mit nach Hause nimmst. Auch deine Gedanken sollten sich jetzt nicht mehr um den Job drehen. Und noch etwas: Du bist nicht verpflichtet, außerhalb der Arbeitszeit für deinen Arbeitgeber erreichbar zu sein.
5. Relax!
Vielen von uns fällt es schwer, ein Loch im Terminkalender zu lassen. Wir haben das Gefühl, dass Zeit, in der wir gar nichts tun, verlorene Zeit ist. Doch ein alter Spruch sagt: Aus der Ruhe kommt die Kraft. Wer heute relaxt, den Mut zum Nichtstun aufbringt, abschaltet und Kraft tankt, ist morgen doppelt leistungsfähig. Probiere es einfach mal aus.
Die besten Balance-Berufe
Bliebt die Frage: Welche Berufe bieten die beste Basis, um Arbeit und Freizeit in Einklang zu bringen. Ein Bürojob vielleicht mit viel Homeoffice? Eine kreative Arbeit in einer Agentur? Oder doch die Stelle als Fitnesscoach? Kaum jemanden kommt an dieser Stelle der Installateur-Beruf in den Sinn. Ein Fehler, denn hier hast du Abwechslung, Arbeit an der frischen Luft, einen nachhaltigen Job mit Zukunft – und oftmals auch schon eine Vier-Tage-Woche.
Klingt interessant? Dann sieh dich doch mal auf www.jobsderzukunft.at um und erfahre mehr. Oder check gleich mal ab, welche Ausbildungsangebote es in deiner Nähe gibt. Die HSH-Installatöre freuen sich auf dich.
Der Installateur-Beruf ist Handarbeit – und das ist gut so. Heißt aber nicht, dass man in diesem Job nur Heizungen installiert oder Rohre verlegt. Installateur:innen der Zukunft sind auch Planer und Gestalter. Dazu stehen immer modernere Tools zur Verfügung. Der letzte Schrei: Badplanung in 3D.
„Früher war alles besser“, das wollen uns unsere Großeltern gerne weismachen. Zumindest bei der Planung des Traumbads stimmt das sicher nicht. Früher standen die Kund:innen nämlich vor einem Bogen Papier mit ganz vielen Strichen und Zahlen sowie einem Katalog mit Fliesenmustern. Es brauchte schon viel Fantasie, um sich damit das entstehende Bad vorstellen zu können. Mit der neuesten 3D-Technologie wird das fertige Werk dagegen frühzeitig greifbar … oder kannst du sicher sagen, bei welchen unserer Bildbeispiele es sich um Pläne handelt und bei welchen um Fotos? 😉
Planen heißt dem Zufall entkommen!
Alle Formen, Farben, Materialien
Die 3D-Badplanung ist dank immer leistungsfähigerer Computer möglich. Vor allem die CAD-Software („computer-aided design“) hat einen großen Sprung nach vorne gemacht. Den Begriff gibt es schon seit den 1950er-Jahren, aber erst in den 2000ern entstanden mit Hilfe dieser Systeme präzise dreidimensionale Modelle. Heute lassen sich alle Formen, Farben, Materialien, Raummaße usw. mit wenigen Klicks darstellen.
Nicht nur Bäder werden auf diese Weise erlebbar, bevor sie entstanden sind. Die Palette reicht von kleinsten elektronischen Bauteilen bis zu Hochhäusern.
Was Nicht-Profis nicht am Schirm haben
Auch bei der Modellierung am Computer ist Nutzerfreundlichkeit das Gebot der Stunde. Heißt: Theoretisch können mit 3D-Tools zur Badplanung auch Nicht-Profis umgehen und ihr Traumbad erstellen. Doch Installateur:innen sehen Dinge, die Laien nicht sehen. Und sie stellen Fragen, die Laien nicht stellen. Denn ein Bad besteht nicht nur aus Dusche, Wanne, Becken, Schrank und Fließen.
Zum Beispiel geht es auch um Heizung und Lüftung. Wie schön, dass Installateur:innen auch dafür Expert:innen sind. Als Bad-Spezialist:innen denken sie sicher an die optimale Beleuchtung und elektrische Anschlüsse. Sie schaffen auch die Voraussetzungen für ein bisschen Luxus: Internet im Bad, Soundsystem, Infrarot, Whirl-Wanne usw. Und sie können letztlich abschätzen, wie viel der ganze Spaß kosten wird.
Auf Basis all dieser Infos wird das 3D-Modell des Bades erstellt, sodass Kund:innen – wie in einer virtuellen Gaming-Welt – schon vor dem ersten Hammerschlag einen Rundgang durch ihr neues Bad machen können.
Bist du Planer:in oder Macher:in?
Und du so? Was sagen deine Freund:innen über dich? Hast du viele gute Ideen, bist du mehr ein:e Umsetzer:in? In einer drei- bis vierjährigen Installateur-Lehre steht jedenfalls beides am Programm: Du kriegst das handwerkliche Rüstzeug für den Job mit auf den Weg, aber auch die Planungs- und Beratungskompetenz, damit du deine Projekte von den ersten 3D-Modellen bis zum fertigen Bad begleiten kannst.
Wie … du hast schon beides drauf, bist also Planer:in UND Macher:in? Worauf wartetst du dann noch: Hier findest du die besten Ausbildungsangebote für deinen Job der Zukunft.
Gabriel Senn hat es geschafft! Er hat sich nach seiner Installateur-Lehre als Geselle bewährt, die Meisterprüfung mit Bravour geschafft und wurde letztlich am 1. Jänner 2023 sein eigener Chef. Geschichten wie die des Tirolers gibt es viele. Der Unterschied: Gabriel ist erst 27! Wir haben den Jungunternehmer zum Blog-Interview gebeten und wollten wissen, warum Installateur:in aus seiner Sicht ein „Job der Zukunft“ ist.
Gabriel, warum hast du dich für den Installateur-Beruf entschieden?
Da hat der Zufall ein wenig mitgespielt. Damals, 2010, waren die Zeiten noch andere. Es gab mehr junge Leute als Lehrstellen, und nachdem ich als Mechaniker und Schlosser nicht gleich einen Platz gekriegt habe, war ich mal in einem großen Installateur-Betrieb schnuppern. Das hat mir von allen Sachen, die ich ausprobiert habe, weitaus am besten gefallen.
Warum?
Weil es sehr abwechslungsreich ist. Man arbeitet mal auf einer Berghütte, mal in einem Hotel, mal in einem Altersheim und dann wieder in einem Privathaus. Es sind auch nicht immer die gleichen Tätigkeiten: Manches machst du natürlich öfter, manches aber auch nur alle zwei Jahre. Egal wie, du bewältigst jeden Tag neue Herausforderungen – und du hast das Ergebnis deiner Arbeit am Ende vor dir.
Mein Chef macht das schon!
„Wir sorgen dafür, dass Gebäude funktionieren“
Als Firmenchef auch noch?
Ich muss jetzt natürlich öfter als vorher im Büro sein. Ich nehme mir aber nach wie vor die Zeit, rauszufahren, mir Baustellen anzuschauen, Kundenkontakte zu pflegen und gewisse Arbeiten selber zu erledigen. Vor allem, weil man als Installateur nie auslernt. Es kommen ständig neue Produkte auf den Markt, wo du wieder schauen musst: Was ist das, wie funktioniert es und wie baue ich es ein?
Das entspricht so gar nicht dem landläufigen Bild von deinem Job …
… stimmt, oft wird Installateur noch immer mit „Gas, Wasser, Sch***“ gleichgesetzt. Aber so ist es schon lange nicht mehr. Für die Kanalreinigung gibt es mittlerweile eigene, spezialisierte Firmen. Damit kommen wir nur noch ganz selten in Berührung.
Was macht ihr stattdessen?
Einfach gesagt: Wir sorgen dafür, dass Gebäude funktionieren. Von Solaranlagen bis zum Bad, von der Heizung bis zur Klimatisierung. Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema, raus aus Öl und Gas, bei uns gibt’s daher nur noch Biomasse oder Wärmepumpen als Optionen. Dazu kommen Reparaturen und Renovierungen – jeder wünscht sich mal ein neues Badezimmer. Die Arbeit geht uns nicht aus.
„Ich war nie ein guter Schüler“
Habt ihr genug Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um die Arbeit zu bewältigen?
Es ist auch in unsere Branche nicht leicht, neue Leute zu finden, vor allem Lehrlinge. Ich tue mir schwer, das zu verstehen, denn mit dieser Ausbildung hast du unglaublich viele Möglichkeiten: Ingenieure, Planer, alle sind froh, wenn sie jemanden mit Berufspraxis am Bau haben. Du kannst dich in vielen Bereichen weiterbilden. Und nicht zuletzt kannst du als Installateur oder Installateurin mittlerweile echt gut Geld verdienen.
Wie sieht der ideale Installateur-Lehrling aus?
Ein bissl Hausverstand wäre super, ein bissl handwerkliches Geschick und ein bissl räumliches Vorstellungsvermögen. Alles andere bringen wir den Menschen in der Ausbildung bei. Wenn jemand motiviert ist, darf er oder sie gleich viel machen und lernt umso schneller dazu. Ich habe dadurch in meinem dritten Lehrjahr schon allein ein Haus installieren können.
Kann deine eigene Geschichte generell Vorbildwirkung für andere haben?
Das denke ich schon. Ich war nie ein guter Schüler und musste mir von ein paar Lehrern anhören, dass sich das mit der Lehre nicht ausgehen wird. Aber es lag daran, dass ich immer praktisch arbeiten wollte und diese Chance bekommen habe. In den letzten beiden Berufsschul-Jahren war ich schon Klassenbester. Und die Meisterprüfung, bei der 70 Prozent durchfallen, habe ich im ersten Anlauf geschafft.
„Das hätte ich sicher nicht geglaubt“
War dein Weg zum Firmenchef so gesehen vorgezeichnet?
Na ja, wenn mir wer in meiner Lehrzeit erzählt hätte, dass ich mit 27 ein Unternehmen leiten würde, hätte ich’s sicher nicht geglaubt. Auch das hat sich eher zufällig ergeben, denn Bruno Swoboda, der unseren Betrieb 32 Jahre lang geleitert ist, hatte keinen Nachfolger in der Familie, also hat er mich als Mitarbeiter gefragt. Ich habe das als große Chance gesehen und Ja gesagt.
Was nimmst du von Bruno für deine jetzige Arbeit mit?
Er hat „Swoboda Heizung – Sanitär – Planung“ als kleinen Betrieb mit Handschlagqualität aufgebaut, der fest in unserer Region verankert ist. Ich möchte ihn so weiterführen. Dazu gehört die familiäre Atmosphäre im Inneren. „Ich Chef, du Arbeiter“, so ein Denken gibt es bei uns nicht. Wir arbeiten miteinander, wir reden miteinander und wir trinken nach der Arbeit auch gerne noch ein Feierabendbier miteinander. So ist es und so soll es bleiben.
Doch es wird auch Dinge geben, die sich verändern?
Sicher, die Digitalisierung ist ein Thema. In unserer Firma funktioniert die Materialbestellung mittlerweile über Handy-Apps, allein damit sparen wir viel Zeit und Papier ein. Immer öfter sieht man auch Tablets statt gezeichneten Plänen auf den Baustellen. Es geht darum, dass die Arbeiten schneller, effizienter, übersichtlicher werden, und das ist gut so. Aber das Installateur-HANDwerk wird auch in Zukunft HANDarbeit bleiben.
Warst du diesen Sommer oft am See oder im Freibad? Dann hast du in einem überaus wertvollen Rohstoff gebadet: Wasser. In vielen Regionen der Erde wird das kostbare Nass durch den Klimawandel zusehends Mangelware. Auch Österreich ist nicht mehr das prall gefüllte „Plantschbecken“ von früher. Wasser sparen ist angesagt – als Installateur:in kannst du dabei helfen.
Wie? Wasser sparen in Österreich? Vor allem in den westlichen Bundesländern, wo aus jeder zweiten Felsspalte ein Bächlein quillt, schwer vorstellbar. Doch zur gleichen Zeit sinkt der Grundwasserspiegel in Wien, Niederösterreich und Teilen Kärntens stark ab. Und die Burgenländer:innen mussten ihrem Zicksee schon beim Austrocknen zusehen. Höchste Zeit, die Reißleine zu ziehen. Fangen wir doch in den eigenen vier Wänden damit an.
Dir reicht niemand das Wasser!
So kann man Wasser sparen
Hier sind ein paar Möglichkeiten, wie du deinen Wasserverbrauch senken kannst:
- Bewusst essen: Bestimmte Lebensmittel sind beim An- und Abbau besonders „wasserintensiv“. Kakao und Kaffee zählen dazu, Rindfleisch, Butter, Reis und Avocados. Denk daran, wenn du deinen nächsten Einkaufszettel schreibst. 😉
- Coole Outfits: In gewisser Weise hat das Wasser-Desaster auch was Gutes, denn Fashion-Discounter sind mega-out. Voll im Trend liegst du dagegen mit Qualitätsware aus Leinen, Hanf oder Bio-Baumwolle. Sie wird schonender produziert und hält länger.
- Nachhaltig leben: Der Wassermangel wird sich in den nächsten Jahrzehnten in jedem Fall verschärfen, auch in Österreich. Zum einen durch das Bevölkerungswachstum, zum einen durch die Erderwärmung. Die Rechnung ist ganz einfach und geht trotzdem nicht auf: Wenn es immer heißer wird, brauchen wir selbst mehr Wasser und auch die Landwirtschaft – es wird aber weniger geben. Alles, was du tust, um den Klimawandel zu bremsen, ist so gesehen ein (Wasser-)Tropfen auf den heißen Stein.
- Installateur:in werden: Gut, das klingt im ersten Moment ein wenig cheap. Schließlich bist du auf einem Blog gelandet, in dem es um den Installateur-Beruf geht. Doch wir können auch diesen Punkt begründen …
Wassersparende Armaturen sind der Schlüssel
… Installateur:innen haben nämlich das Wissen und das technische Rüstzeug, um Menschen beim Senken ihres Wasserverbrauchs zu unterstützen. Am einfachsten geht das mit wassersparenden Armaturen, das meiste Wasser wird im Haushalt nämlich für Körperpflege und Toilettenspülung verbraucht.
Beim Waschbecken bietet sich Infrarot-Technologie an, die du sicher aus vielen Gaststätten oder öffentlichen Gebäuden kennst. Wasser kommt hier nur aus dem Hahn, wenn du direkt davorstehst. Auch sparsame Duschen stehen hoch im Kurs: Hier ist die Durchflussmenge reduziert, ohne dass es Saubermänner und -frauen merken müssen. Wenn das Wasser mit Luft angereichert wird, fühlt sich der Strahl noch genauso an wie vorher.
Beim WC hat sich die Zwei-Knopf-Technik bewährt. Es gibt einen GROSSEN und einen KLEINEN Knopf. Das ist ein Hinweis auf das eben erledigte Geschäft und die Wassermenge, die man jeweils benötigt, um dieses Geschäft „ungeschehen“ zu machen. 😁
Ach ja, noch etwas können Installateur:innen: Regenwasser sammeln und nutzen. Denn nicht immer, wenn wir Wasser benötigen, muss es feinstes Trinkwasser sein. Tatsächlich wird nur ein kleiner Teil unseres Trinkwassers tatsächlich getrunken – eine arge Verschwendung von Ressourcen und Geld. Regenwasser ist gratis und kann für die WC-Spülung, zum Geschirrspülen und auch zur Pflanzenbewässerung genutzt werden.
Willst du bei der „Wasser-Wende“ helfen?
... Hilfe beim Helfen schadet allerdings nicht – und damit kommst wieder du ins Spiel. Denn wie viele Branchen sind wir auch im Installateur-Beruf immer auf der Suche nach jungen Talenten, die uns auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft begleiten wollen. Wasser sparen ist eine Möglichkeit, ans Ziel zu gelangen, nachhaltig Heizen eine zweite. Und ökologische Stromerzeugung die dritte.
Als Installateur:in kannst du in allen drei Bereichen dein Know-how ausspielen. Wenn das kein Grund ist, einen Blick auf die aktuellen Ausbildungsangebote der HSH-Installatöre zu werfen. Wir würden uns freuen, von dir zu hören.
ChatGPT ist der letzte Schrei. Der Chatbot wird oft als technische Meisterleistung gehypt, genauso oft allerdings als Jobkiller verteufelt. Für uns stellt sich vor allem die Frage: Was bewirkt das System im immer digitaler werdenden Installateur-Beruf? Der einfachste Weg, um das zu klären: Wir haben ChatGPT selbst gefragt.
Wie kann ChatGPT Installateur:innen unterstützen?
Der Chatbot listet verschiedene Möglichkeiten auf, wie er Installateur:innen die Arbeit erleichtern kann. Er liefert Infos über Produkte und Geräte, Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu Installationstechniken, Verkabelung oder Rohrleitungen und ist laut eigenen Angaben auch bei der Materialrecherche – Marken, Modelle, Preise und Verfügbarkeit – hilfreich. Selbst für die Fehlerdiagnose bietet sich das System an, interessanterweise „basierend auf meinen Kenntnissen und Erfahrungen“.
Für administrative Aufgaben sieht sich ChatGPT ebenfalls gerüstet. Es erstellt Angebote, Rechnungen, Berichte oder Serviceverträge – umso besser, je genauer das Briefing ist. Auch Kundendatenbanken und Terminplanung scheinen kein Problem zu sein. Ein E-Mail formulieren? Nichts leichter als das. Und wovon Schüler:innen und Berwerber:innen gleichermaßen profitieren: Die Künstliche Intelligenz korrigiert Rechtschreibung und Grammatik vorhandener Texte und kann auch den Schreibstil optimieren.
ChatGPT ist wie denken – nur weniger cool!
Wie sieht's mit Bewerberinnen und Lehrlingen aus?
Womit wir schon bei der zweiten Frage sind, die wir ChatGPT gestellt haben. Natürlich sind beim Support für Lehrlinge die oben beschriebenen Fähigkeiten – Produkt- und Materialinfos, Anleitungen und Fehleranalyse – besonders wichtig. Ein alter Hase im Installateur-Business braucht dafür keinen Chatbot. 🙂 Auch Sicherheitsbestimmungen sind ChatGPT nicht fremd.
Bei Bewerber:innen geht die Unterstützung über das Texten hinaus. Der Chatbot liefert ganz grundlegende Infos über den Beruf, die Ausbildung und notwendige Fähigkeiten. Tipps für das Vorstellungsgespräch sind „inklusive“. All das können wir allerdings auch – und derzeit wohl noch besser. Denn das System hat auch klare Grenzen.
Wo liegen die Grenzen des Supports?
Wir waren gespannt, ob ChatGPT neben Selbstlob auch zur Selbstkritik fähig ist. Die Antwort: Ja, durchaus. Vor allem wird unverblümt eingeräumt, dass die KI in der kostenlosen Standard-Version nur mit Informationen bis September 2021 arbeitet. Aus diesem Grund hat für das System beispielsweise England noch eine Queen und keinen King. Natürlich haben sich seitdem auch Installationstechniken, Vorschriften und Produkte verändert. Und – das haben wir bei unserem Gegencheck – festgestellt, es lohnt sich, vermeintliche Fakten genau zu prüfen.
ChatGPT räumt ein, dass es keine komplexen Probleme lösen und auch keine Informationen über nur lokal gültige Installationsvorschriften bereitstellen kann. Das System übernimmt daher auch keine Haftung für seine Infos. Vor allem aber, das wundert wohl niemanden: Die Künstliche Intelligenz kann keine physische Arbeit verrichten.
Fazit: Beeindruckend, aber ...
Kurz zusammengefasst, wir waren von ChatGPT beeindruckt. Allerdings mehr von der Fähigkeit des Chatbots, sinnvoll und zusammenhängend mit uns zu kommunizieren. Bei den Fakten wird’s schon eng, zumal die Stammversion des Systems nur veraltete Informationen nutzt. Und was den Installateur-Beruf betrifft: Nicht jede Information über unseren Job ist im Internet zu finden, nicht einmal in diesem Blog. 🙂 Doch nur aus dieser Quelle kann ChatGPT Informationen beziehen.
Es bleibt also dabei: Wer wirklich etwas über den Installateur-Alltag erfahren will, probiert es am besten selbst aus und wirft einen Blick auf die Ausbildungsangebote der HSH-Installatöre. Und es bleibt auch dabei: Keine Künstliche Intelligenz kann eine:n Handwerker:in ersetzen – nicht heute, nicht morgen und auch nicht in absehbarer Zukunft. Deshalb ist Installateur:in genau das: ein Job der Zukunft!